Die Wissenschaft hinter Photobiomodulation

Photobiomodulation nutzt rotes und nahinfrarotes Licht. Im Fokus der Forschung stehen dabei insbesondere zelluläre Prozesse, der Energiestoffwechsel und die Funktion der Mitochondrien.

Licht. Zelle. Reaktion.

Was in der Anwendung sichtbar wird, beginnt auf zellulärer Ebene.

Weitere Studien zeigen zudem vielversprechende Ergebnisse.

Photobiomodulation ist Gegenstand umfangreicher wissenschaftlicher Forschung

Wie funktioniert Photobiomodulation? (2026)

Durchblutung & Mikrozirkulation

Photobiomodulation und Mikrozirkulation
In dieser Studie wurde untersucht, wie rotes und nahinfrarotes Licht die lokale Mikrozirkulation beeinflussen. Nach der Anwendung von Nahinfrarotlicht zeigte sich bei den untersuchten Personen eine messbare Zunahme des mikrozirkulatorischen Blutflusses. Die Reaktion war individuell unterschiedlich und abhängig von den Ausgangsbedingungen des Gewebes.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32064652/


Weitere wissenschaftliche Quellen:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28342007/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27416624/

Gelenke & Arthrose

Photobiomodulation bei Gelenkbeschwerden und Arthrose

In einer systematischen Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse wurde die Wirkung von Photobiomodulation bei Menschen mit Kniearthrose untersucht. Die Auswertung von zehn randomisierten, placebokontrollierten Studien mit insgesamt 542 Teilnehmern zeigte eine Verringerung der Ruheschmerzen gegenüber Placebo. Die Autoren weisen gleichzeitig darauf hin, dass die wissenschaftliche Evidenz noch begrenzt ist und weitere hochwertige Studien erforderlich sind. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38775202/


Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31662383/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29071029/

Leistungssteigerung & Regeneration

Photobiomodulation bei Muskelregeneration und Leistungsfähigkeit

In einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2024 wurden 34 randomisierte kontrollierte Studien zur Photobiomodulation im Zusammenhang mit körperlicher Belastung ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten Hinweise auf eine verbesserte Muskelausdauer sowie eine Unterstützung der Erholung der Muskelkraft nach Belastung. Auch bei Markern für belastungsbedingte Muskelschädigung wurden positive Effekte beobachtet. Die Ergebnisse waren jedoch abhängig von Aktivitätsniveau und Anwendungsbedingungen.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38758297/

Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38150056/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29090398/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34669081/

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1011134418301556

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5167494/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16875447/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24258312/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27050245/

Entzündung

Photobiomodulation und Entzündungsprozesse

Photobiomodulation wird hinsichtlich ihres Einflusses auf entzündliche Prozesse intensiv untersucht. Wissenschaftliche Arbeiten beschreiben, dass rotes und nahinfrarotes Licht zelluläre Signalwege beeinflussen und unter bestimmten Bedingungen Entzündungsmarker, oxidativen Stress und entzündungsbezogene Zellreaktionen modulieren kann. Dabei spielen unter anderem mitochondriale Prozesse, reaktive Sauerstoffspezies und Stickstoffmonoxid eine Rolle. Die Wirkung ist abhängig von Gewebe, Ausgangszustand und Dosierung.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28748217/


Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29164625/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37046865/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/ veröffentlicht / 17920925

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/ veröffentlicht / 20664831

Schmerz & Photobiomodulation

Photobiomodulation bei muskulären und muskuloskelettalen Schmerzen

In einer systematischen Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse wurden 18 Studien mit insgesamt 1.462 Teilnehmern zur Low-Level-Lichttherapie bei muskuloskelettalen Beschwerden ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten insgesamt eine Verringerung der Schmerzintensität gegenüber den Kontrollgruppen. Gleichzeitig zeigte sich, dass Dosierung, Behandlungsparameter und die jeweilige Erkrankung einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben können.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28145397/


Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37046865/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38775202/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/ pmc / Artikel / PMC4743666 /

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/ pmc / Artikel / PMC3944795 / q

Sehnen & Sehnenregeneration

Photobiomodulation bei Sehnenbeschwerden und Regeneration

In einer systematischen Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse wurden 17 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 835 Teilnehmern zur Anwendung von rotem und nahinfrarotem Licht bei Tendinopathien ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Photobiomodulation insbesondere in Kombination mit Bewegungstherapie mit einer Verringerung von Schmerzen und einer Verbesserung der Funktion verbunden sein kann. Die Autoren bewerten die Evidenz je nach Ergebnis jedoch als sehr niedrig bis moderat und weisen auf die Bedeutung der jeweiligen Behandlungsparameter hin.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34391447/


Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35639100/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19708800/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21851694/

https://onlinelibrary.wiley. com / doi / full / 10.1002 / jor.22156

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/ veröffentlicht / 24831690

Knochen & Knochenregeneration

Photobiomodulation bei Knochenheilung und Regeneration

Photobiomodulation wird auch im Zusammenhang mit Knochenheilung und Knochenregeneration untersucht. Ein systematischer Review zur Knochenregeneration beschreibt mögliche Effekte auf zelluläre Prozesse wie Zellproliferation, Gefäßneubildung und die Bildung von Knochenmatrix. Die Ergebnisse vieler untersuchter Arbeiten waren positiv, gleichzeitig unterscheiden sich Wellenlängen, Dosierungen und Behandlungsprotokolle deutlich, sodass weitere standardisierte Forschung notwendig ist.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31585673/


Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37108257/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31002851/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30982176/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/p ubmed / 19399356 /

Wundheilung & Geweberegeneration

hotobiomodulation bei Wundheilung und Geweberegeneration

Photobiomodulation wird im Zusammenhang mit unterschiedlichen Phasen der Wundheilung untersucht. Wissenschaftliche Arbeiten beschreiben mögliche Effekte auf Zellproliferation, Kollagenbildung, Gefäßneubildung und weitere Prozesse der Gewebereparatur. Eine systematische Übersichtsarbeit zur sekundären Wundheilung kam zu dem Ergebnis, dass PBM die Wundheilung unterstützen kann. Gleichzeitig unterscheiden sich Wellenlängen, Dosierungen und Behandlungsprotokolle deutlich, sodass weitere hochwertige klinische Studien notwendig sind.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33985492/


Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33870502/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34264767/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39610644/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26681143/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33870502/

https://www.hindawi.com/journa ls / ijp / 2015/916838 /

https://pdfs.semanticscholar.o rg / 0424 / ba8739a513b8061ffd5696 20c42f6ffff791.pdf

LED oder Laser – Photobiomodulation mit unterschiedlichen Lichtquellen

Photobiomodulation mit LED und Laser

Photobiomodulation kann sowohl mit niedrigenergetischem Laserlicht als auch mit LED-Licht durchgeführt werden. Entscheidend für die biologische Wirkung sind insbesondere Parameter wie Wellenlänge, Bestrahlungsstärke, Energiedichte, Behandlungsdauer und das bestrahlte Gewebe.

Wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass auch nicht kohärentes LED-Licht photobiomodulatorische Reaktionen auslösen kann. LEDs ermöglichen zudem die gleichzeitige Bestrahlung größerer Flächen und werden deshalb zunehmend in flächigen und tragbaren PBM-Systemen eingesetzt. Die Forschung zeigt jedoch auch, dass Laser und LED nicht unter allen Bedingungen als grundsätzlich gleichwertig betrachtet werden können und die jeweiligen Behandlungsparameter berücksichtigt werden müssen.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30044464/


Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33436333/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41540806/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30550048/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3799034/

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0737080619305957

LLLT und PBM – unterschiedliche Begriffe, gleiche wissenschaftliche Grundlage

Von Low-Level Light Therapy zur Photobiomodulation

In älteren wissenschaftlichen Veröffentlichungen wird häufig der Begriff Low-Level Laser Therapy bzw. Low-Level Light Therapy (LLLT) verwendet. Mit zunehmender Forschung zeigte sich jedoch, dass die photobiologischen Effekte nicht ausschließlich an Laserlicht gebunden sind. Auch LEDs können als Lichtquelle für Photobiomodulation eingesetzt werden.

Aus diesem Grund hat sich in der wissenschaftlichen Literatur zunehmend der Begriff Photobiomodulation (PBM) etabliert. Er beschreibt die Anwendung nicht-ionisierender Lichtenergie im sichtbaren und nahinfraroten Spektralbereich zur Beeinflussung biologischer Prozesse, ohne dass eine thermische Gewebeschädigung im Vordergrund steht.

Bei der Bewertung wissenschaftlicher Studien ist deshalb zu beachten, dass ältere Arbeiten unter den Begriffen LLLT oder Low-Level Laser Therapy veröffentlicht wurden, obwohl sie zum heutigen Forschungsgebiet der Photobiomodulation gehören.

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4390214/


Weitere wissenschaftliche Quellen:

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3288797/

» Die beschleunigte Wundheilung ist eine Anwendung, die für die NASA von besonderem Interesse war, da Wunden in der Schwerelosigkeit nur langsam heilen. Im Jahr 2009 katalogisierten Forscher der NASA 219 Verletzungen während des Fluges, vornehmlich Abschürfungen und Risswunden, die sich die Astronauten während Weltraum-Spaziergängen oder ihrer täglichen Arbeit zuzogen. Es ist wichtig, derartige Art von Verletzungen schnell zu heilen um eine volle Mobilität der Astronauten zu garantieren. In vitro-Studien an Mäusen und Ratten ergaben, dass die LED-Lichttherapie eine 140- bis 200-prozentige Zunahme der Fibroblasten (den Vorläufern von Kollagen, das für die Wundheilung entscheidend ist) sowie eine 155- bis 171-prozentige Zunahme des Wachstums menschlicher Epithelzellen bewirkte. Diese Zellen befinden sich in der Haut und in den Blutgefäßen und dienen dort als physische Barriere, um Infektionen durch Krankheitserreger zu verhindern

Die Liste der Studien wird regelmäßig aktualisiert.